
Sonntag, 1. März 2026
niwibo sucht... GELB im März

Samstag, 28. Februar 2026
Meine 9. Woche mit Frühlingserwachen
*Buch-Werbung
Als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, irritierte mich, dass es keine eindeutige Genreangabe auf dem Cover gab. Roman, ein historischer Roman, ein Thriller oder gar ein Krimi?
Es ist ein guter Mix von allem, in dessen Mittelpunkt der pensionierte Verfassungsrichter Rudolf Heppner, der mit rechtsradikalen Äußerungen über Deserteure und die NS-Justiz für Empörung sorgt, steht. Strafrechtliche Konsequenzen stehen im Raum, doch die Ermittlungen von Verfassungsschutz und BKA kommen nicht voran. Die junge Kriminalpsychologin Jasina Behrens wird schließlich mit einem Gutachten beauftragt. Für sie ist das Thema mehr als nur ein beruflicher Auftrag: Sie selbst ist mit ihren Eltern aus Syrien geflohen, ihr jüngerer Bruder verweigerte den Wehrdienst in der syrischen Armee und ist seitdem spurlos verschwunden.
In vielen Gesprächen zwischen Jasina und Heppner entsteht eine unerwartete Nähe. Dabei werden nicht nur familiäre Hintergründe offengelegt, sondern auch Verbindungen zur Vergangenheit sichtbar, insbesondere zum Schicksal des sogenannten „Halbjuden“ Raimund Bach, der im Spätsommer 1944 seinen Versetzungsbefehl verweigert und sich in Amsterdam versteckt hält. Besonders eindrucksvoll ist, dass das Schicksal der beiden deutschen Soldaten Raimund Bach und Bernhard Döpper auf tatsächlichen Begebenheiten beruht. Diese Verbindung aus historischer Realität und fiktionaler Erzählung verleiht dem Roman eine besondere Tiefe und Glaubwürdigkeit.
Die Handlung bewegt sich auf mehreren Zeitebenen - 1944/45, Ende der 1960er Jahre, 2001 und 2023. Im Zentrum stehen Heppner und Jasina, während viele Nebenfiguren eher den Rahmen der Geschichte bilden. Am meisten gefesselt haben mich jedoch die historischen Passagen aus den letzten Kriegsmonaten. Sie wirken besonders intensiv und eindringlich.
Das ist kein Buch, welches man nebenbei liest. Die verschiedenen Zeit- und Handlungsebenen verlangen Aufmerksamkeit. Dennoch empfand ich den Schreibstil als sehr angenehm.
Für mich ist „Eine vergessene Schuld“ ein beeindruckendes, hochaktuelles und nachdenklich stimmendes Buch.

Freitag, 27. Februar 2026
Haustürfund und abgekupfert
Nun startet gut ins Wochenende

Donnerstag, 26. Februar 2026
Monatscollage Februar und ein kreativer Nachmittag

Dienstag, 24. Februar 2026
Glitzerhasen als Ostergruß

Sonntag, 22. Februar 2026
Meine ruhige 8. KW mit viel Regen und kleinen Lichtblicken

Freitag, 20. Februar 2026
Ein Hauch von Frühling
Der Ostfriesland-Krimi „Matjes al dente“ von Christiane Franke und Cornelia Kuhnert entführt erneut ins beschauliche Neuharlingersiel, dieses Mal genau zur Urlaubszeit, und beweist einmal mehr, dass hinter friesischer Idylle erstaunlich viel Abgrund lauern kann.
Als die Inhaberin der kleinen Reederei tot auf ihrem Schiff "Meeresglück" vom Postboten aufgefunden wird, ausgerechnet zwischen Blumenschmuck für die nächste Seebestattung, steht der kleine Küstenort unter Schock. Schnell fällt das Wort „Mafia“, und plötzlich weht ein Hauch von organisiertem Verbrechen durch die sonst so vertrauten Gassen. Der Verdacht erhärtet sich, denn es bleibt nicht bei dem einem Mord. Polizist Rudi steckt mittendrin, betrifft es doch dieses Mal auch seine Familie.
Besonders spannend fand ich, wie flüssig das Autorinnenduo Lokalkolorit, Humor und echte Krimi-Dramatik miteinander verbindet. Zwischen Kripo-Ermittlungen, Urlaubsflirt und wachsendem Verdacht gegen Postbote Henner entwickelt sich die Geschichte temporeich, aber stets mit einem Augenzwinkern.
Die ganze Familie von Henner, aber auch Rudi und Rosa sind mir ans Herz gewachsen: klug, eigensinnig und herrlich norddeutsch direkt. „Matjes al dente“ ist ein unterhaltsamer Küstenkrimi mit sympathischen Figuren, überraschenden Wendungen und genau der richtigen Prise Spannung. Perfekt für alle, die Cosy Crime mit friesischem Charme lieben.
