Nun wünsche ich Euch einen schönen Start ins Wochenende,

"1845 unternahm die britische Königin Victoria mit ihrem deutschen Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg und Gotha eine Kreuzfahrt auf dem Rhein. Von der romantischen Flusslandschaft überwältigt, schrieb sie über den Drachenfels in ihr Tagebuch: „Too beautiful!“. Die beiden Royals waren aber keineswegs die ersten Briten am Rhein. 2024 jährt sich auch der Todestag von Lord Byron zum 200. Mal, dessen Dichtungen dem Rhein zu ungeahnter Popularität verhalfen.
Dies gab den äußeren Anlass für eine Ausstellung, in der sich das Mittelrhein-Museum und das Siebengebirgsmuseum Königswinter gemeinsam der Entdeckung der Rheinlandschaft durch britische Touristen und Künstler im 19. Jahrhundert widmen. Dem Rheinlauf folgend zeigen Bilder britischer Künstler die wichtigen Stationen der Reisenden entlang des Rheins. Neben Gemälden und Aquarellen bekannter Künstler wie Clarkson Stanfield, Samuel Prout und David Roberts sowie William Turner sind Karikaturen zu sehen, die die Reiseleidenschaft der Briten dokumentieren und die eine bis heute nachwirkende Wahrnehmung der typischen Touristen begründeten.
Wenngleich diese bekannten englischen Maler und Schriftsteller das heutige Bild von den Engländern am Rhein geprägt haben, so gehörte das Gros doch ganz anderen Berufsgruppen an. Ein Ziel des Ausstellungsvorhabens ist es, den Blick zu weiten und neben den Erlebnissen der Berühmtheiten auch charakteristische Episoden mit weniger bekannten Protagonisten zu erzählen. Die Ausstellung soll die Reiseerfahrungen von Frauen ebenso wie die von Männern berücksichtigen, Typisches wie Außergewöhnliches schildern."
Festung Ehrenbreitstein |
Reisehandbuch aus dem Jahr 1836 |
*Buch-Werbung
Im Jahr 1895 entführt uns die Autorin erneut in die faszinierende Welt von Murano, der Glasbläserei, die von Traditionen, Geheimnissen und Machtkämpfen geprägt ist. Im Mittelpunkt steht diesmal Flavia Volpato, die heimlich für ihren unbegabten Zwillingsbruder das berühmte cristallo der Familie fertigt – obwohl Frauen die Ausübung dieses Handwerks streng verboten ist. Mit großem Geschick und Leidenschaft folgt sie dennoch ihrem Traum, eine anerkannte Glasbläserin zu werden. Doch ihre verbotene Begabung bringt nicht nur Gefahren mit sich: Als der englische Adlige und Glassammler John Pomeroy auftaucht, geraten Herz und Vernunft in Konflikt. Kann Flavia ihr Geheimnis wahren – oder wird die Liebe alles verändern?
Jessica Amankona versteht es meisterhaft, die schillernde Kulisse Muranos und Venedigs lebendig werden zu lassen: enge Gassen, funkelnde Glasöfen, die Spannung vor der ersten internationalen Kunstausstellung. Man taucht förmlich ein in diese Welt voller Glanz und Gefahr.
Flavia ist eine mutige, entschlossene Frau, die sich gegen gesellschaftliche Zwänge behauptet, ohne ihre Verletzlichkeit zu verlieren. John bringt mit seiner britischen Noblesse und seinem Geheimauftrag eine spannende Dynamik in die Handlung. Besonders gelungen ist der Wechsel aus Familienintrigen, künstlerischen Ambitionen und zarten Liebesmomenten.
Die ständige Frage, ob Flavia ihren Traum leben darf, sorgt für Spannung bis zum Schluss.
Leider habe ich Band 1 nicht gelesen, ich glaube, bei dieser Geschichte ist es von Vorteil, denn ich habe einige Zeit gebraucht, um in die Erzählung hineinzufinden.