Mittwoch, 26. Oktober 2016

Zu Besuch im Tower of Londen


Heute möchte ich Euch mit in den Tower of London nehmen,
Habt Ihr Lust auf einen kleinen gruseligen Rundgang?




Treten wir also ein durch den Middle Tower in ein weitläufiges Gebiet, dessen erstes Gebäude,
"The White Tower", im Jahre 1078 erbaut wurde




Hinter diesen dicken Steinmauern sind einige blutige Gräueltaten in den letzten Jahrhunderten passiert, eine möchte ich Euch heute erzählen




Über den Wehrgang, der die verschiedenen Gebäude miteinander verbindet, kommt man zum Landthorn Tower, in dem die Besucher mit einer Kamera überwacht werden
Was Frau niwibo direkt festhalten musste, während Mann und Sohn andächtig der englischen Geschichte lauschten...




Denn hier im Turm steht der Thron von Henry III. und es wird gar nicht gern gesehen, 
wenn sich jemand gemütlich darauf räkelt




Aber weiter geht´s zum nächsten Tower.
Zwischendurch bewundern wir immer wieder "The royal beasts", aus Draht gefertigte Tierskulpturen.
Eine Hommage an die wilden Tiere, welche hier bis 1835 in einer Menagerie gewohnt haben




Bevor wir an den Ort der Grusel-Geschichte kommen, noch einen Blick auf The Queen´s House, welches der o.g. King Henry III. für seine zweite Ehefrau Anne, welche später hier enthauptet wurde, so um 1530 erbaut hat.
Heute schaut es jedoch richtig idyllisch aus mit den Rosen und der schönen Türe, 







In diesem Gebäude werden die Crown Jewels bewacht. 
Drinnen bitte nicht fotografieren! 




Nun aber endlich zum Ort des Geschehens, zum Bloody Tower.

Tritt man ein, hört man ängstliche Kinderstimmen, Schritte und Gepolter, ein kalter Luftzug weht durch die alten Steinmauern und man findet sich zurückversetzt ins Jahr 1483.

Als König Edward XIV  plötzlich nach Krankheit stirbt, hinterlässt er seinen 12jährigen Sohn Edward und dessen jüngeren Bruder.
Der junge Prinz Edward soll auf Wunsch seiner ehrgeizigen Mutter, der Königin, nur zwei Wochen nach der Beerdigung seines Vaters zum König gekrönt werden. 

Das passt dem Bruder des Verstorbenen und Onkel der Jungen, überhaupt nicht, 
denn er sieht sich in der rechtsmäßigen Rolle des nachfolgenden Königs. 
Richard reist von seinem Schloss nach London und bringt den jungen Thronfolger samt Bruder in seine Gewalt.
Die ehrgeizige Königin, Mutter des Kronprinzen, sucht nun aus Angst vor ihrem Schwager Asyl in der Westminster Abbey. 
Die Ehe zwischen ihr und dem verstorbenen König lässt Richard kurze Zeit später von der Kirche als ungültig erklären, die beiden kleinen Prinzen werden von der Thronfolge ausgeschlossen und leben fortan im Tower unter dem neuen König Richard III.

Dort werden sie zum letzten Mal im Juli 1483 gesehen, wie sie ängstlich und bleich aus einem der Fenster im Turm herausschauen. 
Beide Kinder sollen von ihrem Onkel im Bloody Tower eingesperrt und später ermordet werden, 
aus Angst vor rechtmäßigen Ansprüchen auf den englischen Thron. 

Bei Bauarbeiten wird unter einer Treppe im Jahre 1674 eine Holzkiste mit Kinderknochen gefunden.
Man geht davon aus, dass es die beiden kleinen Prinzen sind, welche durch ihren eigenen Onkel ums Leben kamen.
Kurze Zeit später werden sie in Westminster Abbey beigesetzt.
Aber ihre kleinen unglücklichen Seelen geistern heute noch durch den Bloody Tower und man kann sie stöhnen und wispern hören...




Wenn man in der Ausstellung diese kurze Lebensgeschichte der kleinen traurigen Prinzen liest, bekommt man schon eine leichte Gänsehaut und schaut sich immer wieder verstohlen um. 
Also nur ich, meine Männer schauten nur mich komisch an...

Wie schön, dann zurück ins helle Tageslicht zu treten




und einen der sechs Raben zu betrachten, welche den Tower nie verlassen dürfen, 
da ansonsten die gesamte Monarchie zugrunde geht

Da bin ich ja skeptisch.
Man hätte es mal ausprobieren sollen;
Rucksack auf, Rabe rein und dann ab durchs Tor...grins. 




Meine S/W Bilder sind für Frauke, 
die nun nur noch einmal im Monat unsere Schwarz-Weiß-Blicke sammelt 




Ich hoffe, der Rundgang hat Euch gefallen und wer in London ist und genügend Zeit mitbringt, 
sollte sich diesen Besuch nicht entgehen lassen




Nun wünsche ich Euch eine schöne Wochenmitte

♥ ganz liebe Mittwochsgreetings ♥



Montag, 24. Oktober 2016

Buntes zum Ausprobieren

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Vor ein paar Tagen klingelte es an der Tür und Herr niwibo nahm für mich ein Paket in Empfang. 
"Was hast Du denn jetzt schon wieder bestellt?" 
Betonung auf jetzt und wieder! Als ob ich so viel bestellen würde!

Aber dieses mal war ich unschuldig.
Denn in dem Paket war diese dekorative Box von Lignocolor*, 
welche ich testen durfte und die ich Euch heute zeigen möchte




Wenn man die Schachtel im freundlichen Mint öffnet, 
kommen fünf kleine Töpfe in verschiedenen Kreidefarben zum Vorschein.
Jede fest an ihrem Platz in einem hübschen Inlay aus Holzoptik 




Alle Farben bringen ihren eigenen kleinen Holzspatel zum Umrühren mit.
Finde ich eine schöne Idee




Mit in der Box befindet sich noch ein Pinsel, welcher nicht haart, auch nicht beim "Farbeauspülen", und ein kleines Schleifblatt, was ich in der Handhabung allerdings etwas unhandlich finde
Für Schleifarbeiten nehme ich lieber meine elektrische "Schleifmaus"




Dazu ein Heft mit den wichtigsten Infos zu Farbe und Handhabung und einigen Inspirationen in Form von schönen Fotos.
Man kann also direkt loslegen  




Zur Probe habe ich meinen weißen Federn erst einmal einen kleinen Farbklecks in Englisch Weiss verpasst. 
Insgesamt gibt es über 40 Farbtöne, für jeden Geschmack das Richtige  

Wer bei Astrid schaut, sie hat einen Fensterladen ähnlich wie auf dem Bild bearbeitet und verlost zwei dieser tollen Kreidefarben-Sets zur Zeit auf ihrem Blog




Danach wurde ich mutiger und habe mich an einen Flaschenkasten gewagt.  
Diesen wollte ich sowieso weißeln, da er ein Geschenk für meine Wichteline ist.
Ach wie gut dass niemand weiß, wie mein lieber Wichtel heißt
Ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden und hoffe, mein Wichtel an Nikolaus auch. 

Die Farbe lässt sich prima verarbeiten, deckt gut und riecht angenehm.
Sie trocknet ruckzuck und der Anstrich ist matt und wirkt etwas shabby.




Einen einzigen Kritikpunkt habe ich an der ansonsten wunderbar aufgemachten Box:
Die Folien unter dem Deckel, mit denen die Farbe geschützt ist, haben keine Lasche zum Aufziehen. 
Da muss man ein wenig friemeln, bis man die Hülle abbekommt.
Ähnlich wie bei den Nutella-Gläsern 
Eine kleine Lasche wäre da bestimmt hilfreich. 

Ansonsten bin ich begeistert und werde für die Weihnachtszeit auch einmal die Metallicfarben von Gold über Silber ausprobieren




Ein Danke an Robin von Lignocolor für die nette und unkomplizierte Kooperation.
Es hat Spaß gemacht, die Box zu testen!

Nun freue ich mich auf eine neue Woche mit Euch Lieben und wünsche Euch einen stressfreien Wochenstart

♥ Ganz liebe Montagsgrüße ♥


verlinkt bei Montagsfreuden

Freitag, 21. Oktober 2016

"Friday I´m in love"


Heute stimme ich dem Songtitel von "The Cure" voll und ganz zu,
denn ich bin verliebt in diese kleinen zarten Blümchen




Gerettet habe ich sie letzten Samstag  im Supermarkt.
Ganz alleine standen sie noch in einem der großen Plastikeimer,
die ersten gelben Blätter zeigten sich auch schon

  


Also mitgenommen, radikal gekürzt, alle Blätter ab und nun erfreuen sie mich schon die ganze Woche. Außerdem konnte ich auf diese Art und Weise drei kleine Vasen füllen.
Ein schöner Farbklecks in diesen regnerischen Herbsttagen




Ich mag dieses helle Rosa in Kontrast zu den dunklen Lärchenzweigen,
die ich mittlerweile überall verteilt habe.
Mit ihnen fängt die kuschelige Jahreszeit an




Weil ich die Bilder so schön finde,
gibt es heute eine ganze Flut davon. Sorry, but I´m in love...




Wie vorwitzig sie über den Rand schauen, wie kleine Sonnen




Und da heute Friday-Flowerday ist, bringe ich die kleinen Chrysanthemen zu Holunderblütchen, 
Sie sammelt jeden Freitag unsere Blumen




Habt Ihr auch noch etwas Rosafarbenes in der Vase oder ist bei Euch schon alles herbstlich bunt?




Ich finde, sie passen farblich auch toll zu der schönen Karte von Doreen.
Danke Dir für die liebe Post und den niedlichen Anhänger, der nun als Lesezeichen fungiert. 




Nun aber ab mit Euch ins nasse Wochenende, zieht Euch warm an und macht es Euch kuschelig

♥ Ganz verliebte Freitagsgrüße ♥ 



Mittwoch, 19. Oktober 2016

Spaziergang durch London


Jetzt verrate ich Euch, wo ich letzte Woche gesteckt habe, nämlich in London. 
Dort war ich das letzte Mal zu einem halbjährigen Schüleraustausch 1983!
Lange ist es her und ganz ehrlich, ich habe diese Stadt all die Jahre nicht vermisst. 
Das Trauma von Schuluniform, Tee mit Milch und Minzsauce zu fast jedem Essen steckte lange Zeit zu tief in mir drin. 
Aber die Zeiten ändern sich:
Schuluniform brauche ich GsD nicht mehr, Tee mag ich mittlerweile, wenn auch lieber ohne Milch und das Essen kann in den letzten 33 Jahren doch nur besser geworden sein...

 Also Mann und Junior geschnappt und ab zu den Britten




Wir haben in einem kleinen Hotel in Bloomsburry übernachtet, welches ich nur empfehlen kann. 
Stylisch in black and white eingerichtet, ein chicer Italiener nebenan, zwei Metrostationen in unmittelbarer Nähe, fast alles zu Fuß erreichbar, Glückstreffer!




Nach der Ankunft ging es aber schnell weiter, denn ich war zu neugierig,
 was sich in der Zeit alles verändert hat.
Aber nix mit Taxi oder Bus, nein, es ging zu Fuß auf Entdeckungstour.
Habt Ihr zufällig bequeme Schuhe an und den Regenschirm parat?
Dann kommt doch einfach mit




Vorbei am "König der Löwen" zum Trafalgar Square bei typisch Londoner Nieselregen




Hier die erste Veränderung...es gibt keine Tauben mehr.
In meiner Jugend flatterten sie nur so um einen herum, saßen auf der Schulter und ließen sich füttern. Hitchcocks Vögel ließen grüßen.
Da es aber seit 2000 ein strenges Fütterverbot für den gesamten Platz gibt,
hat sich die Taubenanzahl drastisch verringert, quasi auf Null 




Ein paar Schritte weiter Richtung White Hall gibt es aber immer noch die berittene Wache der 
Horse Guards. Ist dieses Pferd nicht wunderschön?




Ihr könnt den Regenschirm wegpacken, an der Westminster Station hat der Regen aufgehört 




Auch hier bei Big Ben hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht wirklich viel verändert. 
OK, das London Eye ist hinzugekommen. 
Aber die Bobbys und roten Telefonzellen sehen immer noch aus wie eh und je




Nun aber weiter in den St. James Park, in dem es von Grauhörnchen nur so wimmelte.  
Diese waren teilweise so frech und neugierig und auf Futter aus,
dass unser Junior einen großen Bogen um sie gemacht hat, "Anspringgefahr"




Wohin nun?
Den Tauben war es egal, wir aber wollten zum Buckingham Palace







Wir hatten Glück und konnten noch einen Blick auf die berittene Wache werfen... 




...und dann stand ich seit einer gefühlten Ewigkeiten wieder vorm Palast und war genauso begeistert wie damals mit 15!




Leider meldete sich kurze Zeit später beim Junior der Hunger und es zog uns nach China Town.
Für Freunde des chinesischen Essens ein kleines Paradies




Danach noch die großen Einkaufsstraßen hoch und runter, kurz zu Harrods rein   




und dann müde und erfüllt von den vielen Eindrücken zurück Richtung Hotel.
Aber diesmal mit der der Metro.
Mensch was waren wir fertig...




Am nächsten Tag ging es bereits früh morgens weiter, davon demnächst mehr




Und mit einer lieben Herbspost von Tanja verabschiede ich mich und wünsche Euch einen
Happy Day!

♥ Ganz liebe Mittwochsgrüße ♥


verlinkt bei Lottes bunter Welt - Herbstspaziergang