Hallo am Blumenfreitag
Heute gibt es nochmals Tulpen - vermutlich die letzten, die dieses Jahr den Weg in meine Vase gefunden haben. Ein kleiner Abschiedsgruß an die Tulpensaison, bevor Pfingstrosen und andere bunten Blüten an der Reihe sind
Weiße und pinke Tulpen - einige mit zart gefranstem Rand - stehen in meiner Fidibus-Vase,
die mich schon seit 12 Jahren begleitet. Ich habe sie von "meiner" Tante geerbt.
Eigentlich war sie die Tante von Herrn niwibo, aber nach dem Tod meiner Mutter ist sie
ganz selbstverständlich in deren Rolle hineingewachsen, so dass ich sie adoptiert habe, lach.
Die Vase ist für mich deshalb viel mehr als nur ein schönes Stück - sie ist Erinnerung an diese liebe Person,
die leider auch viel zu früh gestorben ist.
Und wenn wir heute schon bei Erinnerungen sind, dürfen auch die beiden Kerzenständer meiner Oma nicht fehlen.
Die standen früher bei Geburtstagen und Weihnachten auf dem festlich gedeckten Tisch.
Sogar die Kerzenform ist noch dieselbe wie damals. Nur bei der Farbe muss ich passen.
Meine Oma liebte blaue Kerzen.
Es sind die kleinen Dinge, die die Erinnerungen lebendig halten!
Um Erinnerungen geht es auch in dem Buch von Hanna Heim.
Der *
"Hofsommer" steckt voll davon, denn zwei lange Leben gehen langsam zu Ende.
Schon seit Doreen denken kann, ist Fallera für sie ein Sehnsuchtsort. Auf dem Pferdehof im Osten der Republik ist sie aufgewachsen, bei ihrer Mutter und den Großeltern, die den Hof in der DDR aufgebaut haben. Ausgerechnet als Doreen sich in München ein eigenes Zuhause aufbauen will, fassen ihre Großeltern einen Entschluss: Sie möchten sterben, freiwillig und gemeinsam. Als Doreen davon erfährt, packt sie ihre Sachen und lässt das Großstadtleben hinter sich, fest entschlossen, das Vorhaben ihrer Großeltern zu verhindern und ihnen das Leben wieder schmackhaft zu machen. Doch Maria und Helmut sind genauso dickköpfig wie ihre Enkelin – und Doreen wird langsam klar, dass nach Hause kommen auch bedeuten kann, Abschied zu nehmen.
Wer leben will, muss auch die Konsequenzen tragen
Fallera ist für Doreen mehr als nur ein Ort - es ist ein Stück Herkunft, Erinnerung und Geborgenheit. Auf dem Pferdehof im Osten ist sie aufgewachsen, geprägt von ihrer Mutter und ihren Großeltern, die sich dort über Jahrzehnte ein Leben aufgebaut haben. Während Doreen jedoch versucht, sich in München zusammen mit ihrem Mann und ihren beiden kleinen Töchtern etwas Eigenes aufzubauen, treffen ihre Großeltern eine Entscheidung, die alles ins Wanken bringt: Sie wollen ihr Leben selbstbestimmt beenden. Gemeinsam und zu einem Zeitpunkt ihrer Wahl.
Diese Nachricht reißt Doreen aus ihrem Alltag. Ohne lange zu zögern kehrt sie zurück, fest entschlossen, ihre Großeltern umzustimmen. Sie kämpft für das Leben. Doch je länger sie bleibt, desto deutlicher wird: Es gibt keine einfachen Antworten, und Liebe bedeutet nicht immer, jemanden festzuhalten.
Hofsommer von Hanna Heim erzählt leise und eindringlich von Abschied, Verantwortung und den Fragen, die wir gerne verdrängen. Wie gehen wir damit um, wenn Menschen, die wir lieben, ihren eigenen Weg gehen wollen, auch am Ende ihres Lebens? Und was bleibt, wenn vertraute Strukturen wegbrechen?
Besonders spannend ist der Blick auf eine Generation, die zwischen Vergangenheit und Zukunft steht und lernen muss, das eigene Leben selbst zu gestalten, ohne die Gewissheiten der Älteren.
Obwohl das Buch thematisch schwer wiegt, lässt es sich erstaunlich gut lesen. Die klare Struktur und der ruhige Erzählfluss machen es möglich, immer wieder einzusteigen, ohne den Faden zu verlieren. Gleichzeitig entfaltet die Geschichte eine Sogwirkung, die es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen.
Mich hat vor allem berührt, wie nah sich die Geschichte anfühlt, fast so, als könnte sie genau so passiert sein.
Eine bewegende Lektüre, die nachhallt und zum Nachdenken einlädt.
Die Tulpen samt der lieben Erinnerungen schicke ich zu
Astrid und bin gespannt,
ob es bei Euch noch Tulpen gibt.
Und dann wünsche ich Euch ein schönes Wochenende
ganz liebe Grüße
Tulpen gehen doch immer, liebe Nicole, noch dazu in einer so toller Vase. Schön, wenn solch kleine Erbstücke
AntwortenLöschenin der Familie weiter gegeben werden.
Sei lieb gegrüßt
Gaby
Liebe Nicole, das ist das Schöne an der Friday-Flowerday-„Gemeinschaft“, dass man neben Blumen oft auch kleine Geschichten, wie die um deine Vase erfahren darf.
AntwortenLöschenSchmunzeln musste ich, weil ich meinen post mit ähnlichen Worten das Ende der Tulpenzeit betreffend, begonnen habe.
Genießen wir die letzten Tulpen und ein hoffentlich wieder sonniges Wochenende.
GLG, Monika
Liebe Nicole,
AntwortenLöschensehr hübsch schaut es bei dir aus. Die Tulpen 🌷 passen perfekt in die schöne Vase. Dazu die Kerzenständer...herrlich. Schönes Wochenende.... Herzlichst Kirsten 💜
Guten Morgen liebe Nicole,
AntwortenLöscheneine wunderschöne Tulpensammlung steht bei dir in der Vase. Und deine Erinnerungsstücke sind noch genau so aktuell wie früher. Und mit deinen Erinnerungen an liebe Menschen besonders wertvoll.
Liebe Grüße vom Niederrhein
Tina
Hachz. wie hübsch das ausschaut, liebe Nicole, und wie schön, dass Du noch Erinnergungsstücke an Deine Oma hast. Dir ein wunderbares Wochenende und einen charmanten Muttertag. Herzlichst, Nicole (Danke für den Buchtipp!)
AntwortenLöschenDas Buch widmet sich einem Thema, das vermutlich mehr Menschen bewegt als man wahrhaben möchte.
AntwortenLöschenDen Titel werde ich mir auf jeden Fall notieren.
Auch dir ein schönes Wochenende...
Grüßle von Heike
Ein Hauch von Schwermut liegt heute über den schönen Bildern von deinem Zuhause, deinem Tisch, deinem Blumenstrauß. Ich mag die Vase sehr, schöner kann man die Tulpen nicht „halten“ und präsentieren!
AntwortenLöschenHab es gut am Wochenende!
Astrid
Hallo liebe Nicole,
AntwortenLöschenwie schön wenn man sich an schöne Sachen erinnern kann. Und toll finde ich es, das du Vase und Kerzenständer weiter benutzt. Deine Tulpen sehen toll aus. Gefällt mir.
Auch das Buch liest sich gut.
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende.
Tilla
Deine Vasenfüllung gefällt mir liebe Nicole.
AntwortenLöschenWas mir zur Vase " Fidibus " einfällt ist einfach, dass mein Opa , wenn er das Feuer im Ofen anbrannte,
ein Stück Papier ( Fidibus ) nannte. Ein Holzspan oder Papierstreifen nannte man im
17. Jahrhundert Fidibus, da es zum Anzünden von Feuer diente.
Heute heißen die modernen Vasen ebenso, sehr interessant finde ich.
Ganz liebe Grüße zu dir
Christine
So modern ist die Vase nicht liebe Christine, der Entwurf stammt von 1820 und wurde damals tatsächlich als Aufbewahrung für Feuerspäne genutzt, nicht für Blumen. Dein Opa hatte also durchaus Recht damit.
Löschen.... lass die Erinnerungen schweifen, schöner geht´s doch nicht, liebe Nicole!
AntwortenLöschenDas Buch klingt absolut lesenwert.
So lieben Gruß zum Wochenende
Gabi
Deine Deko ist wie immer echt schön. Richtig chic :))
AntwortenLöschenLG heidi
Ich liebe es, wenn man weiter so wunderschöne Schätze mit liebevollen Erinnerungen nutzt! Manchmal denke ich, wenn man der Lieben so (und natürlich auch ohne Materielles) gedenkt, sondern sie gerade auch bei einem.
AntwortenLöschenDie Tulpen sind auch wunderbar. Hier werden wohl auch zum letzten Mal welche in der Vase stehen.
Liebe Grüße und schönes Wochenende
Nina
Tulpen gehen immer, und seit ungefähr einem Jahr erinnern Tulpen mich an meinen un-gekannten Vater, dessen Familie ich in diesem Jahr noch kennenlernen darf. Erinnerungen machen das Leben tief..
AntwortenLöschenDas Buch hört sich interessant an!
Herzlichst
yase
Das hört sich aufregend an liebe Yase, ich drücke die Daumen.
LöschenLG, Nicole
Dobrý večer, milá Nicole, to jsou krásné tulipány v krásné váze doplněné dojemnými vzpomínkami, navíc krásně nafocené. Moc se mi líbí úplně vše. Kásný víkend přeji! Katka
AntwortenLöschenLiebe Nicole,
AntwortenLöschenach wie schön nochmal Tulpen zu sehen. Hier sind die Felder inzwischen abgeräumt und es wird dieses Jahr wohl keine meiner Lieblingsblumen mehr geben. Schöne Erinnerungsstücke hast Du noch von Deiner Familie.
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende wünscht Dir
Burgi
Die schönen Tulpen hast du in einer feinen Erinnerungsvase präsentiert, liebe Nicole...das macht das gesamte Ensemble noch wertvoller. Tulpen möchte ich mir heute auf meinem Blumenfeld auch noch schneiden und Morgen auf das Grab meiner Eltern stellen. Ich hoffe, es gibt nach dem vielen Regen in dieser Woche noch schöne Exemplare für die Vase.
AntwortenLöschenEinen lieben Gruß von Marita und hab ein feines Wochenende.
Moin liebe Nicole,
AntwortenLöschensehr hübsch sieht das aus und schön, dass Du noch Erinnerungsstücke an deine Tante und Oma hast.
Ich habe auch noch welche von meiner Mama, Oma und meinem Papa ... auch handgeschriebene Rezepte oder Reisetagebücher, die hege und pflege ich.
Hab ein wunderbares Wochenende und lass dich ein bisschen verwöhnen.
Liebe Grüße
Birgit
Moin liebe Nicole, schade das die Tulpensaison fast vorüber ist. Nun wechseln Pfingstrosen, Rosen und Ranunkeln in unsere Vasen. Alles ist Vergänglich so ist es leider. Deine Buchvorstellung" Hofsommer ", hat mich sehr berührt und steht nun auf meine Buchliste zum nächsten Bucheinkauf, ich der Buchjunker ;0))
AntwortenLöschenIch wünsche dir ein wundervolles Wochenende und hinterlasse liebe Grüße, Moni
Zauberhaft sind die Tulpen in der Fidibus Vase,( habe Fidibus als Anzündholz in Erinnerung )liebe Nicole, und bin auch begeistert von den Kerzenständern deiner Oma. Wie schön wenn noch Dinge von unseren Vorfahren vorhanden sind, ich habe zum Glück auch noch einiges.
AntwortenLöschenLiebe Samstaggrüße zu dir von Anna
Servus Nicole, ein festlich wirkender Tulpenstrauß in dieser "Aufmachung". Sehr schön.
AntwortenLöschenLG aus Wien
deine wunderschöne erinnerungsvase ist wirklich perfekt für tulpen. letzte woche kamen wir an einem tulpenfeld vorbei und sie sahen noch ganz wunderbar aus. ich hätte gern einen strauß gepflückt, aber es regnete gerade ziemlich heftig.
AntwortenLöschenich habe leider nur wenige erinnerungstücke aus meiner familie, aber die halte ich sehr in ehren. danke auch für die buchbesprechung. der inhalt hat mich sehr angesprochen.
liebe grüße von mano
WOW Deine Tulpen schauen sssssooo schön aus, diese gefransten mag ich ja ganz besonders. Auch die hübsche weiße Vase und die Deko passen perfekt, ich bin schwer begeistert, liebe Nicole.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
von Anke
Danke liebe Nicole für die Buchvorstellung, ja das Thema ist sicher kein Leichtes aber die Aussicht in irgendeinem Pflegeheim dahinzuvegetieren auch nicht, ein schwieriges Thema ! Deine Tulpen hast Du wunderbar in Szene gesetzt ein schöner Hingucker♥
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Kerstin und Helga