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Freitag, 9. Oktober 2026

Rosa Haarpracht für Lucia

 *Buch-Werbung 


Hallo am Blumenfreitag




Nach dem doch sehr nassen und eher grauen Tag gestern gibt es heute Farbe
Dem Kerzenleuchter Lucia habe ich anstatt einer Kerze ein paar Blumen verpasst.
Ich finde, mit den rosa Astilben als wilde Haarpracht macht die Lichtgestalt sich ganz wunderbar




Dazu gibt es die dunklen, fast schwarzen Callas der letzten Woche. 
So kurz geschnitten, wirken sie gar nicht wie Blumen, eher wie skurrile Blätter.
Dazu Pilze und Kürbis, eine zarte Herbstdeko, bei der die Blütenfarben gut zur Geltung kommen




Gar nicht herbstlich, sondern weihnachtlich ist der neue Roman von Janne Mommsen.
Danke an den *Rowohlt Verlag für dieses vorweihnachtliche Lesevergnügen

Mit Glück erreichen ein paar Passagiere am Heiligabend die letzte Fähre nach Föhr. Es herrscht Vorfreude auf das Fest mit der Familie. Auf halber Strecke bleibt die Fähre jedoch im Schlick stecken. Die sehr unterschiedlichen Fahrgäste sind gezwungen, sich zusammenzuraufen und das Beste aus der Situation zu machen. An Bord sind unter anderem Weihnachtsmann Thomsen, der von den Insulanerkindern sehnlichst erwartet wird, und Pastor Harms, der die Festpredigt im Friesendom halten soll. Da sind die zwei einsamen Seelen aus Hamburg-Barmbek, die sich erst kurz vor der Überfahrt im Supermarkt kennengelernt haben. Und die Föhrerin Beeke, die aus Martinique zurückgekehrt ist, um ein gemütliches Schietwetter-Weihnachten zu erleben. Sie wird misstrauisch beäugt von einem Oberstaatsanwalt, der nicht grundlos gegen sie ermittelt. Weit draußen in der Föhrer Marsch findet Inselpolizist Ralf kurzfristig einen skurrilen Ersatz für die Predigt im Friesendom, aber wie kann die große Heiligabendparty ohne die Lebensmittel von der Fähre stattfinden? Schließlich wird auf See einer der außergewöhnlichsten und schönsten Heiligabende aller Zeiten gefeiert.



Die Weihnachtsfähre - Weihnachten mal ganz anders

Was passiert, wenn man an Heiligabend unbedingt noch mit der letzten Fähre auf die Insel Föhr möchte und diese mitten auf der Strecke im Schlick stecken bleibt? Genau das erzählt Janne Mommsen in seinem neuen Weihnachtsroman „Die Weihnachtsfähre“, welcher im Jahr 1989 spielt.

An Bord treffen die unterschiedlichsten Menschen aufeinander: Weihnachtsmann Thomsen, der sehnsüchtig von den Föhrer Kindern erwartet wird, Pastor Harms, der eigentlich die Festpredigt im Friesendom halten soll, der Kapitän, der schon so manches Weihnachten auf See verbracht hat und dieses Jahr gerne mit seiner Familie feiern möchte, und eine Handvoll ganz unterschiedliche Passagiere mit ihren eigenen Sorgen, Wünschen und Geschichten.

Da ist zum Beispiel Maria aus den neuen Bundesländern, deren Kinder sich ihr Weihnachtsfest ganz anders vorgestellt haben. Oder Beeke, die nach ihrer Zeit auf Martinique wieder auf ihre Heimatinsel zurückkehren möchte.  Und dann gibt es noch zwei einsame junge Menschen aus Hamburg-Barmbek, die sich erst kurz vor der Überfahrt im Supermarkt kennengelernt haben. Für genügend Spannung sorgt außerdem ein Oberstaatsanwalt mit Frau, der Beeke nicht ganz zufällig misstrauisch beobachtet.

Zunächst ist die Stimmung natürlich alles andere als weihnachtlich. Schließlich möchte niemand Heiligabend auf einer Fähre verbringen! Doch nach und nach merken die Passagiere, dass sie ihre Situation nicht ändern können. Also heißt es zusammenrücken, helfen, improvisieren und das Beste daraus machen.

Und genau das gefällt mir an der Geschichte. Manchmal läuft das Leben eben anders als geplant. 

Janne Mommsen zeigt sehr schön, wie aus einer zunächst ziemlich misslichen Lage ein ganz besonderer Heiligabend entstehen kann. Und während auf der Fähre gefeiert wird, müssen auch die Föhrer irgendwie improvisieren: Wer hält die Predigt? Wer beschenkt die Kinder? Und wie soll die große Heiligabendparty ohne die Lebensmittel von der Fähre stattfinden?

So begegnen sich an diesem besonderen Abend Menschen, die sich unter normalen Umständen wahrscheinlich niemals getroffen hätten. Jeder bringt seine eigene Geschichte mit und manchmal ist es genau die Begegnung mit einem anderen Menschen, die plötzlich etwas verändert.

Dabei bleibt die Geschichte trotz aller Weihnachtsstimmung angenehm leicht und wird immer wieder von einer guten Portion Humor und einem Augenzwinkern begleitet. 




Mein Blick von oben auf die Freitagsblumen und dann nochmal die Gesamtansicht für unsere Blumensammlerin Astrid




Gundi wusste wohl genau, wie meine Blumendeko heute ausschaut, 
denn ihre Karte passt farblich perfekt dazu. 
Vielen lieben Dank 💕



Danke auch an Birgit, die diese Kürbiskarte selbst gemalt hat. So schön 😍
Und auch wieder dekoriert mit den weißen Pilzen, meine liebste Herbstdeko




Nun wünsche ich Euch einen guten Start ins Wochenende

ganz liebe Grüße




Sonntag, 4. Oktober 2026

Willkommen im Oktober, Willkommen in Meersburg

*Buch-Werbung 

Willkommen im Oktober!

Heute nehme ich Euch mit nach Meersburg.
Nach dem Ausflug nach Unteruhldingen - hier - sind wir mit dem Fahrrad zurück ins kleine Städtchen Meersburg






Eine hübsche Stadt aufgeteilt in eine Unter- und Oberstadt.
Unten bummeln wir gemütlich am See entlang mit vielen kleinen Cafés...




und in der Oberstadt schlendern wir zwischen alten, gut erhaltenen Fachwerkhäusern und vielen Weinlokalen










Blick auf den See und auf die alte Burg, 
in der die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff ihre letzten Lebensjahre verbracht hat






Ich beuge mich lauschend am Turme her,
Sprühregenflitter fährt in die Höh',
Ha, meine Locke ist feucht und schwer!
Was treibst du denn, unruhiger See?
Kann dir der heilige Schlaf nicht nahn?
Doch nein, du schläfst, ich seh es genau,
Dein Auge decket die Wimper grau,
Am Ufer streckt sich der Kahn.

(Aus dem Gedicht "Am Bodensee")

Dafür gibt es ein X beim Bingo! für (Ge)Dicht
Das Treffen mit der Dichterin muss ich ja ausnutzen 




Und bevor der Ausflug zu Ende geht und wir mit der Fähre zurück nach Konstanz fahren, 
schaue ich noch schnell, was der Oktober so alles bereit hält:




Im Oktober 

- habe ich mich bereits gestern mit Nicole aus dem Schneckenhaus getroffen, 
die auf dem Rückweg vom Urlaub in Koblenz einen Stopp eingelegt hat ✔

- gratuliere ich heute unserem Jüngsten zum Geburtstag und auch anderen Lieben im Laufe des Monats 

- besuche ich die Kölner Haie

- kommt der Fensterputzer

- haben wir Rheinleuchten am Mittelrhein

- gehe ich zu zwei Autorenlesungen von Bernd Stelter und Carsten Henn

 - fahre ich für ein langes Wochenende nach Antwerpen 

- feiere ich kein Halloween, mache aber bei Ulrikes Bloghop mit 

- kommen die Handwerker 

- springen wir als Umzugshelfer ein

- steht ein Friseurbesuch an 

Der Kalender ist wieder voll, es wird also nicht langweilig...




Und natürlich wird auch im Oktober gelesen:

Book Love von Anne Louise Morseth - Danke an den *btb Verlag 

Bist Du bereit für ein Happy End?

Karo Løwe hat immer an Happy Ends geglaubt, bis sie Love Sandström kennenlernt. Sie schreibt zuckersüße Jugendromane, die immer glücklich enden, er hingegen ist eine literarische Ikone, bekannt für seine melancholischen Meisterwerke. Romantik? Das ist seiner Ansicht nach nur etwas für Träumer.

Nachdem ein peinlicher Karaoke-Auftritt viral geht, findet sich Karo im Mittelpunkt einer Werbekampagne wieder: Loves renommierte Verlegerin möchte, dass sie und Love gemeinsam einen Roman schreiben. Das Ziel? Ihre Welten zu verschmelzen, um einen internationalen Bestseller zu schaffen.

Eine sehr konfliktreiche Unternehmung. Doch dann beginnt Karo, hinter Loves Arroganz etwas Tieferes zu erkennen. Und obwohl sie darauf absolut keine Lust hat, verliebt sie sich in ihn. Aber Love hat ein dunkles Geheimnis. Wird es einem Happy End im Wege stehen



Bist Du bereit für ein Happy End? 

Allein der Titel hat mich schon neugierig gemacht. Denn wer mich kennt weiß, ich kann zu einem Happy End nicht Nein sagen.

Karo Løwe schreibt genau die Bücher, die man sich für gemütliche Lesestunden wünscht: zuckersüße Jugendromane, natürlich mit Happy End. Love Sandström dagegen sieht das ganz anders. Er ist ein gefeierter Schriftsteller, schreibt melancholische Bücher und hält von romantischen Geschichten eher wenig. Und ausgerechnet diese beiden sollen nun gemeinsam einen Roman schreiben. Na, das kann ja heiter werden! 

Nach einem ziemlich peinlichen Karaoke-Auftritt, der plötzlich viral geht, landet Karo mitten in einer Werbekampagne. Ihre Verlegerin hat eine ganz besondere Idee: Karo und Love sollen ihre unterschiedlichen Schreibwelten miteinander verbinden und gemeinsam einen Bestseller schreiben.

Dass dabei nicht sofort eitel Sonnenschein herrscht, versteht sich fast von selbst. Die beiden geraten ordentlich aneinander und könnten unterschiedlicher kaum sein. Denn hinter Loves arroganter und manchmal ziemlich unnahbarer Art steckt viel mehr, als zunächst zu erkennen ist. Und auch Karo macht eine Entwicklung durch. Sie beginnt, ihre eigenen Bücher und vor allem sich selbst etwas ernster zu nehmen.

Was zunächst nach einer leichten, romantischen Geschichte klingt, bekommt im Laufe des Buches überraschend viel Tiefe und Gefühl. Neben humorvollen Momenten gibt es auch nachdenkliche und emotionale Passagen und natürlich darf die Liebe nicht fehlen. 

Und natürlich bleibt am Ende die Frage:

Gibt es für Karo und Love tatsächlich ein Happy End?
Das müsst Ihr schon selbst herausfinden. 




Nun wünsche ich Euch einen schönen Sonntag und ein buntes Erntedankfest

liebe Grüße













Donnerstag, 10. September 2026

Der erste kleine Kürbis

*Buch-Werbung 


Hallo am Blumenfreitag

Der rote Eukalyptus aus dem bunten Dahlienstrauß - hier - ist immer noch so schön. 
Solo in der Donutvase macht er immer noch eine richtig gute Figur. 

Aber alleine wäre es ein bisschen wenig - darum gibt es heute den ersten Kürbis als Deko dazu. 
Kleine Baby-Boos gab es am Kürbisstand in München leider nicht, 
aber so ein bisschen Farbe schadet ja auch nicht - besonders im bunten September




Heute ist hier alles rund: 
Donutvase, Kerzenleuchter, Kürbis, Tablett und die kleine weiße Vase, 
in der ein paar Zweige der Fetthenne (Serum) stehen.

Ich bin immer wieder erstaunt, welche Vasen sich alle im Schrank befinden. 
Diese beiden haben heute ihren ersten Auftritt am FFD in diesem Jahr 






Rund(um) gelungen ist auch der neue Roman von Ruth Hogan, 
welchen ich vom *Goldmann-Verlag erhalten habe, vielen Dank!


Venetia Hamilton Hargreaves ist frisch verwitwet, hat ein großes Haus, genügend Geld und das Gefühl, die letzten fünfzig Jahre nicht richtig gelebt zu haben. Das ändert sich, als vier neue Mitbewohner bei ihr einziehen: ihr abenteuerlustiger Enkel Kite, ihre verrückte Schwägerin Swan, die schüchterne Haushaltshilfe Liberty Bell und Colin Firth, ein Schäferhund mit sorgenvollem Blick. Als Venetia auch noch einen Ballsaal kauft und damit unversehens die Vergangenheit in ihr Leben eindringt, nimmt das Schicksal seinen Lauf: alte Geheimnisse werden gelüftet, verpasste Gelegenheiten neu ergriffen, und große Träume könnten endlich wahr werden ...




Was für ein Buch - Ein Zuhause für die Seele!

Venetia Hamilton Hargreaves ist frisch verwitwet und hat eigentlich alles, was man sich wünschen kann: ein großes Haus, genügend Geld und viel Zeit. Doch nach der Beerdigung von Hawk, ihrem Mann, merkt sie, dass ihr etwas Entscheidendes fehlt - das Gefühl, in den letzten 50 Jahren wirklich gelebt zu haben.

Das ändert sich, als nach und nach drei ganz besondere Menschen und ein Hund bei ihr einziehen: ihr abenteuerlustiger zehnjähriger Enkel Kite, der aus dem Internat ausgebüxt ist, ihre wunderbar verrückte Schwägerin Swan, die immer sagt, was sie denkt, die schüchterne Haushaltshilfe Liberty Bell, die nach dem Ende einer Affaire und dem Tod ihrer Mutter einen Neuanfang braucht, und Colin Firth, ein Schäferhund mit einem herrlich sorgenvollen Blick. Schon allein diese ungewöhnliche Wohngemeinschaft sorgt für jede Menge Leben, Wärme und den Wunsch, sofort Teil derselben zu werden. 

Venetia ist dabei der emotionale Mittelpunkt der Geschichte. Swan ist wunderbar exzentrisch, ein bisschen verrückt und bringt Farbe und Humor in den Alltag. Doch hinter ihrer schrägen Art steckt ganz viel Herz und emotionale Klugheit. Kite bringt den nötigen Humor in die Geschichte und Liberty ist wie das graue Entlein, welches sich zum weißen Schwan mausert. 

Besonders schön ist die Idee mit dem alten Ballsaal, den Venetia kauft. Durch ihn hält die Vergangenheit Einzug in das Leben der Bewohner. Alte Geheimnisse kommen ans Licht, längst verpasste Gelegenheiten bekommen plötzlich eine zweite Chance und auch große Träume dürfen wieder geträumt werden.

Das Buch ist eine unglaublich warmherzige Wohlfühlgeschichte über Neuanfänge, Freundschaft, Familie und den Mut, sein eigenes Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen.

Eine wunderschöne Found-Family-Geschichte, die zeigt, dass es nie zu spät ist, etwas zu verändern und dass ein Zuhause manchmal dort entsteht, wo ganz unterschiedliche Menschen zusammenfinden.




Nun bringe ich meine Blumen nach Köln zu Astrid und dann muss ich noch einiges vorbereiten.
Denn morgen geht es mit den Mädels (ohne Männer) nach Unna zum Bloggertreffen.
Ich freue mich!!!

Habt ebenfalls ein schönes Wochenende

liebe Grüße


Donnerstag, 27. August 2026

Ist doch schön hier...

*Buch-Werbung 

Ist doch schön hier...
Mit solch hübschen Dahlien kann man doch auch gar nichts anderes sagen, oder?




Jede einzelne Blüte für sich ist schon ein Hingucker, 
aber alle Farben zusammen sehen so richtig schön aus




Zu den bunten Dahlien gibt es noch einen rosa Eukalyptuszweig  und einige zarte Gräser.
Fertig ist mein Beitrag für den Friday-Flowerday




Aber eigentlich ist die Überschrift "Ist doch schön hier" der Titel des Romans von Miriam Burdelski. 
Ein Danke für das Leseexpemlar an den *Blessing-Verlag 

Als Liesel ihre Großmutter Emmi auf eine Reise in die ehemalige Provinz Ostpreußen begleitet, sucht sie mehr als nur einen Ort – sie sucht Antworten. Antworten auf die Fragen, die zwischen den Generationen stehen, auf die Geheimnisse, die sich in vergilbten Kalendern und in Emmis Schweigen verstecken. Zwischen Birkenalleen, alten Gutshäusern und dem Rauschen der Ostsee entfaltet sich eine Geschichte von Verlust und Hoffnung, von Schuld und Liebe. Doch je näher Liesel der Vergangenheit kommt, desto deutlicher spürt sie: Heimat ist kein Ort, den man auf der Landkarte findet. Heimat sind die Menschen, die bleiben, wenn alles andere verschwindet.




Als ich die Inhaltsangabe zu „Ist doch schön hier“ von Miriam Burdelski gelesen habe, dachte ich sofort: Das könnte ein Buch für mich sein. Eine Reise mit der Großmutter ins ehemalige Ostpreußen, auf den Spuren der Familie und der eigenen Vergangenheit. Familiengeheimnisse aufdecken und erzählen, was früher war, mag ich einfach.

Obwohl das Thema einer Reise in die Vergangenheit nicht ganz neu ist, ist die Geschichte doch ganz anders, als ich zunächst erwartet hatte.

Wir begleiten Liesel, die gerade ihr Abitur in der Tasche hat, ihre demente, im Pflegeheim lebende Großmutter Emmi und den eher spontan dazugestoßenen Altenpfleger Jascha auf ihrem Trip in einem alten Lada Richtung Masuren. Dabei geht es natürlich um die Suche nach den eigenen Wurzeln. Aber vor allem geht es um Familie, um alte Wunden und um Dinge, über die viel zu lange geschwiegen wurde.

Nach und nach versteht man, warum Liesel ein so schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter Melanie hat und warum Melanie wiederum von ihrer eigenen Mutter Emmi nie die Liebe erfahren konnte, die sie gebraucht hätte.

Die Figuren sind für mich das ganz Besondere an diesem Roman. Sie sind so wunderbar gezeichnet, dass man sie direkt vor Augen hat. Besonders Emmi ist mir ans Herz gegangen. Ihre fortschreitende Demenz wird sehr berührend beschrieben, ohne dass die Geschichte dabei schwer oder bedrückend wird.

Ganz im Gegenteil: Ich habe mit den Figuren mitgefühlt und mich immer wieder köstlich amüsiert. An manchen Stellen musste ich sogar grinsen. Man möchte am liebsten selbst mit im Auto sitzen und diese ungewöhnlichen Reise durch Polen mit all ihren Klischees miterleben.

Miriam Burdelski schreibt leicht und gleichzeitig sehr gefühlvoll. Aus ihren Sätzen spricht die tiefe Zuneigung zu Emmi, die wachsende Nähe zwischen Liesel und Jascha und auch der Schmerz, als Liesel erkennen muss, dass vieles ganz anders war, als sie bisher geglaubt hat.

„Ist doch schön hier“ ist für mich eine berührende Familiengeschichte über Vergangenheit, Verlust, Liebe und die Frage, was Heimat eigentlich bedeutet. Denn Heimat ist vielleicht tatsächlich weniger ein Ort auf der Landkarte als die Menschen, die bleiben, wenn vieles andere längst verschwunden ist.

Ein Buch, das nachdenklich macht und gleichzeitig wunderbar unterhält. Und eines, das daran erinnert, dass wir miteinander reden, Fragen stellen und manchmal auch Antworten einfordern sollten - bevor es dafür zu spät ist.




Und hier meine Dahlien nochmal komplett in der weißen Vase mit den Blumennamen, 
dem passenden Windlicht und als kleiner Hingucker noch ein paar Äpfel und Schnecken.
Spätsommer pur!





Nun kommt gut ins Wochenende, habt ihr was Schönes vor?

Liebe Freitagsgrüße




Donnerstag, 13. August 2026

Freitagsblumen mit Schnecken

*Buch-Werbung 


Inspiriert von meiner Blumenvasenliste habe ich für diesen Blumenfreitag einmal zu Vasen gegriffen, 
die ich Euch bisher noch gar nicht oder nur selten gezeigt habe




Diese kleine Schneckenvase von meiner Lieblingsfirma feiert heute sogar Premiere. Ist sie nicht süß? 
Sie steht tatsächlich bestimmt schon zwei Jahre im Schrank und fühlt sich dort offenbar pudelwohl. 
Aber irgendwann ist es ja auch mal Zeit, also raus ans Licht mit ihr!

Auch die Hortensie fühlt sich bei uns sowas von wohl, denn ich habe sie schon - hier - gezeigt.
Aber meine ich das nur oder hat sie tatsächlich ein wenig ihre Farbe verändert?




In den beiden anderen schlichten weißen Vasen stehen diesmal Gladiolen. 
Die mit den weißen Blüten, die sich irgendwie unter die rosafarbenen gemogelt hat, 
ist leider abgebrochen und musste deshalb in eine kleinere Vase umziehen




Ich bin ganz begeistert von dieser zarten Farbe




Zu den heutigen Blumenfarben passt das Cover der neuen Romantik- und Zeitreisen Buchserie 
von Santa Montefiore doch ganz gut. 

"Das Geheimnis des Mondgartens" habe ich in zwei Tagen verschlungen, danke für das *Leseexemplar!

Um das Rätsel zu lösen, das ein altes Herrenhaus umgibt, muss Pixie Tate ins Jahr 1895 zurückreisen – und trifft die Liebe ihres Lebens …

Das herrschaftliche St. Sidwell Manor an Cornwalls wilder Küste ist in die Jahre gekommen. Sein wunderschöner Garten verwildert, seine prächtige Fassade verwittert. Und es birgt ein Geheimnis, das seine Bewohner keinen Frieden finden lässt. In ihrer Not wenden sich die neuen Besitzer schließlich an Pixie Tate, eine junge Frau mit einer besonderen Gabe: Sie kann durch die Zeit reisen. In Gestalt einer Gouvernante begibt sie sich ins Jahr 1895, wenige Tage vor jener Sommernacht, in der ein Junge hier spurlos verschwand. Was geschah mit dem kleinen Felix Pengower? Bei ihren Nachforschungen stößt Pixie auf eine verbotene Liebe – und verliert selbst ihr Herz: an Cavill Pengower den charmanten Bruder des tyrannischen Hausherrn. Doch wie soll sie ihn je wiedersehen, wenn sie in die Gegenwart zurückkehrt?

Eine ruhelose Seele. Eine verbotene Liebe. Und eine Hoffnung, die niemals stirbt ...



Die Geschichte führt uns nach Cornwall, genauer gesagt nach St. Sidwell Manor, einem alten Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert an der wilden Küste. Das Anwesen hat schon bessere Zeiten gesehen: Die Fassade verwittert, der einst prächtige Garten ist verwildert und vor allem liegt ein Geheimnis über dem Haus, das seine Bewohner einfach nicht loslässt.

Die Familie Talwyn - Vater Bruce, Mutter Olivia und die beiden Kinder Zach und Tabitha - zieht nach Cornwall, nachdem Bruce das Herrenhaus überraschend geerbt hat. Doch so richtig weiß er gar nicht, warum ausgerechnet er zum Erben von St. Sidwell Manor geworden ist. Die letzte Besitzerin aus der Familie Pengower ist gerade verstorben und die Verbindung zu seiner Familie liegt irgendwo tief in der Vergangenheit verborgen.

Und genau dort beginnt eine ganz besondere Geschichte. Denn Pixie Tate besitzt eine außergewöhnliche Gabe: Sie kann durch die Zeit reisen - sie nennt es Zeitsaltos. 

Der Anfang hat mich sofort begeistert. Die Geschichte nimmt direkt Fahrt auf, ohne langes Vorgeplänkel, und ich war schnell mitten im Geschehen. Die Charaktere mochte ich von Anfang an und besonders die beiden Zeitebenen - 2013 und 1895 - sind faszinierend. 

Ich liebe Geschichten, die in verschiedenen Zeiten spielen, und die Verbindung von ein wenig Magie und Romantik fand ich spannend. 

Aber mich hat auch der Schreibstil überzeugt. Die Beschreibungen sind so bildlich, dass ich St. Sidwell Manor, den verwilderten Garten und die vielen Blumen direkt vor Augen hatte. Ich konnte förmlich durch den alten Garten spazieren und hatte das Gefühl, selbst ein kleines Stückchen Cornwall zu entdecken.

Und natürlich möchte man unbedingt wissen, was damals mit Felix passiert ist und welches Geheimnis die Familie Pengower so lange bewahrt hat.

Nun bin ich gespannt, wie es mit Pixie und ihrer besonderen Gabe weitergeht.




Meine Blumen wandern jetzt zu Astrid und dann ist auch schon wieder Wochenende




Ich freue mich auf Eure Blumen und wünsche Euch einen schönen Blumenfreitag

Liebe Grüße



verlinkt bei Home Sweet Home 














Donnerstag, 6. August 2026

Geburtstagsblumen

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Hallo am Freitag, hallo zum Friday-Flowerday




Bevor wir uns hier in ein Wochenende mit einem dezimierten "Rhein in Flammen" stürzen, 
die Schifffahrt ist leider wegen des wirklich beängstigendem Pegelstands eingestellt, 
das Feuerwerk jedoch findet statt (!),
zeige ich Euch noch einen Geburtstagsstrauß zum Blumenfreitag




Letzten Samstag beim Frühstück im Café hat der jüngste Sohn mir diesen überreicht und nicht bedacht, 
dass ich in Köln noch Punkte auf der To-Do-Liste hatte. Kinder!!!
Also habe ich den Strauß kurzerhand bei meinem Schwager geparkt, 
der bis abends brav den Blumensitter gespielt hat. Danke!

Trotz des ganzen Hin und Hers haben sich Hortensien, Chrysanthemen, Eukalyptus, Gerbera 
und eine rosa Lilie bis heute prima gehalten.

Sie stehen in der großen "No Rain - No Flore" Vase, ihr 4. Einsatz dieses Jahr, 
bekommen nur einen Apfel für den Spätsommer und ein Teelicht zur Seite




Mein halbes Leben liegt ja bereits hinter mir, denn ich glaube nicht, dass ich 116 Jahre alt werde...

Aber in "Genug für ein halbes Leben" passiert so viel, das reicht locker für die zweite Lebenshälfte.
Danke an den *Heyne-Verlag für das Lesexemplar

Sie will ein neues Leben anfangen. Er kann sein altes nicht vergessen.

Es ist der Beginn einer großen Liebe: Auf eine zufällige Verwechslung folgt der erste Kuss, ein gefühlvolles Liebesgeständnis, die langersehnte Hochzeit. Die gemeinsame Zukunft von Rose und Landon scheint vorherbestimmt – bis ein tragisches Unglück Rose zu einer folgenschweren Entscheidung drängt: Für die Chance auf einen echten Neuanfang lässt sie mithilfe einer neuartigen Behandlung ihr bisheriges Leben und alle Erinnerungen daran hinter sich. 
Doch Landon kann Rose nicht vergessen. Er macht sich auf die Suche nach ihr und lernt sie als Fremder ein zweites Mal kennen. Es dauert nicht lange, bis die alten Gefühle wieder zum Vorschein kommen. Nur ahnt Rose nicht, dass ihr Gegenüber die Last all ihrer gemeinsamen Erinnerungen mit sich trägt.



Kennt Ihr Bücher, die man zuklappt und die einen trotzdem noch eine ganze Weile begleiten? 

„Genug für ein halbes Leben“ von Evann Normandin gehört für mich genau in diese Kategorie.

Rose und Landon lernen sich am College kennen und verlieben sich ineinander. Obwohl sie aus völlig unterschiedlichen Welten stammen, passt zwischen die beiden kaum ein Blatt Papier. Sie meistern die kleinen und großen Herausforderungen des Alltags gemeinsam, heiraten und scheinen einer glücklichen Zukunft entgegenzugehen.

Doch dann schlägt das Schicksal erbarmungslos zu.

Während Landon versucht, mit dem Verlust und dem Schmerz weiterzuleben, trifft Rose eine Entscheidung, die alles verändert. Mithilfe einer neuartigen Behandlung löscht sie ihre Erinnerungen und beginnt ein neues Leben ohne Landon, ohne ihre gemeinsame Vergangenheit und ohne zu wissen, was sie zurückgelassen hat.

Landon hingegen kann und will nicht vergessen. Er sucht Rose und begegnet ihr noch einmal als Fremder. Die beiden kommen sich wieder näher, doch nur einer von ihnen kennt die Geschichte, die sie miteinander verbindet. Ob Liebe allein ausreicht, um Erinnerungen zu ersetzen, müsst Ihr selbst herausfinden.

Mich hat dieses Buch von der ersten Seite an gefesselt. Evann Normandin erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen und lässt Vergangenheit und Gegenwart Stück für Stück ineinanderfließen. So erfährt man nach und nach, was Rose und Landon widerfahren ist und warum ihre Liebe plötzlich vor einer scheinbar unüberwindbaren Hürde steht.

Besonders Landon habe ich sofort ins Herz geschlossen. Seine Liebe zu Rose ist tief, ehrlich und selbstlos. Er gibt nicht auf, obwohl er weiß, dass Rose sich an kein gemeinsames Erlebnis mehr erinnert. 

Neben der bewegenden Liebesgeschichte hat mich vor allem die zentrale Frage des Romans beschäftigt: Würden wir unsere schmerzhaften Erinnerungen wirklich auslöschen wollen, wenn wir könnten? Oder gehören gerade sie zu dem Menschen, der wir heute sind? Ich habe das Buch mehrfach zur Seite gelegt und über genau diese Fragen nachgedacht.

Natürlich ist die Idee einer "Pille des Vergessens" reine Fantasie. Trotzdem wirkt die Geschichte erstaunlich glaubwürdig und regt dazu an, über Verlust, Trauer, Liebe und Neuanfänge nachzudenken. Gleichzeitig zeigt sie eindrucksvoll, wie wichtig es ist, miteinander zu reden und sich gerade in schweren Zeiten nicht voneinander zu entfernen.

Und nein, ich würde diese Pille nicht nehmen, denn zu meinem Leben gehören Verlust, Trauer und Neuanfänge dazu, ohne das alles wäre es nicht mein Leben und es gäbe keine wunderbaren Momente, die man feiern und ins Herz schließen könnte!





Nun bin ich gespannt, ob dieser Post wieder fast 24 Stunden braucht, um in der Leseliste zu erscheinen...
Spaß macht das zur Zeit nicht wirklich 




Kommt gut ins Wochenende, hier gehts nachher zum Friseur

Ganz liebe Grüße