Eigentlich ist meine Kindheit hier ja kein Thema, liegt ja auch schon lange zurück.
Aber Kebo sucht diesen Monat Typisches für unsere Kindheit und da möchte ich Euch einfach mal ein paar und vierzig Jahre mit zurücknehmen
Die ersten Jahre meiner Kindheit habe ich vis-à-vis vom Kölner Dom verbracht.
Meine Eltern sind kurz vor meiner Geburt in diese tolle Stadt gezogen und dafür bin ich ihnen heute noch dankbar, merci beaucoup!
Im Alter von zwei Jahren bin ich jeden morgen mit der Straßenbahn zur Universität gefahren.
Ja, ich war halt ein cleveres Kind...
Nein, meiner Mutter fiel die Decke auf den Kopf und sie ging zurück in ihr Büro.
Und ich ging ein paar Räume weiter in den alternativen Uni-Kindergarten.
Oje, der war schon hart an der Grenze. Kennt Ihr noch Ratz und Rübe aus der Rappelkiste?
Ihr müsst Euch das Ganze so vorstellen;
Keine Lust auf Mittagsschlaf? Dann hüpf halt ein wenig herum.
Keine Lust auf eine Jacke oder Schuhe, ach, dann lauf doch barfuß.
Lust, die Wände zu bemalen, aber gerne doch.
Antiautoritär bis zum geht nicht mehr, aber ich habe überlebt und bin vielleicht deswegen heute ein wenig gelassener in manchen Dingen
Ansonsten habe ich mich in Köln pudelwohl gefühlt mit all seinen Jecken und Kirchen,
dem Rhein und dem Stadtwald und natürlich dem 1. FC Köln.
Das war und ist bis heute meine große Liebe, zum Glück auch die von Herrn Niwibo ♥
Kurz vor der Einschulung sind meine Eltern mit mir ein paar Kilometer weiter ins Grüne gezogen, nach Brühl.
Da ich ein Einzelkind bin, fand ich das Leben in unserem Neubaugebiet damals super spannend.
Man ging raus auf die Straße mit Gummitwist und Springseil und da liefen tatsächlich ganz viele Kinder rum, die alle mit einem spielen wollten. Das kannte ich aus Köln nicht, denn dort bin ich ja bis spätnachmittags in den Kindergarten gegangen
Die Grundschulzeit war rückblickend der für mich schönste Teil meiner Kindheit.
Diese behütete Kindheit hörte jedoch schlagartig auf, als ich zwölf war und mein Papa starb.
Das war für mich, die ich bis dahin seine Prinzessin war und ihn um den Finger wickeln konnte,
ein harter Schlag
Kurz danach zogen meine Mutter und ich nach Mainz.
Für mich als 14jährige damals viel zu weit weg von all meinen Freunden.
Aber das Leben ging komischerweise auch dort ganz nett weiter und nach mehreren Umzügen lebe ich heute ja auch wieder ganz nah dran an meiner Lieblingsstadt ♥
Nun fragt Ihr Euch sicher, was die Bilder von meinem Büro mit meiner Kindheit zu tun haben?
Hier gibt es so Einiges, was noch aus dieser Zeit stammt.
Der alte Sekretär zum Beispiel, an dem ich jetzt sitze und diesen Post schreibe.
Der gehörte früher meinem Papa, der alte Bär meiner Mama.
Hier ist alles etwas bunter und verspielter als im restlichen Haus, mein "Kinderzimmer" sozusagen
So, ich hoffe, ich habe Euch nicht allzu sehr gelangweilt mit meinen Erinnerungen.
Habt Ihr auch etwas aus Eurer Kindheit zu erzählen?
Kebo sammelt noch bis Monatsende unsere Typisch für... Geschichten.
Und mit meinem April-Rückblick, den Birgitt ab morgen für uns sammelt,
verabschiede ich mich für heute
Im April wurde die Lieblingsecke neu bepflanzt, ein neuer Schokolikör ausprobiert, wir haben ein Wochenende in Amsterdam verbracht und von dort Tulpen mitgebracht, ich war auf einem kleinen Bloggertreffen "Über den Dächern von..." und auf einem großen hier in Koblenz.
Und nun bin ich gespannt, was der Mai alles mit sich bringt.
Eins weiß ich schon ganz genau, URLAUB!!!
Aber bis dahin ist es noch ein wenig hin ...
♥ Ganz liebe Mittwochsgrüße ♥